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Datenschutzrichtlinie des LSB Thüringen

§ 1 Bedeutung, Ziel, Zugänglichkeit

(1) Diese Richtlinie ist die verbindliche Basis für einen rechtskonformen und nachhaltigen Schutz  
      personenbezogener Daten im Landessportbund Thüringen e.V. (LSB e.V.).
(2) Mit dieser Richtlinie 
      sollen die Persönlichkeitsrechte von Betroffenen gewahrt und geschützt werden.
(3) Die Richtlinie muss für alle Beschäftigten und leitenden Angestellten jederzeit leicht zugänglich sein.

 

§ 2    Geltungsbereich

(1)    Diese Richtlinie findet Geltung für den LSB e.V. (Geschäftsstelle) und für die Gesellschaften, an
        denen der LSB e.V. eine Beteiligung von mehr als 50 % mittelbar oder unmittelbar hält oder deren
        wirtschaftliche Führung sie innehat. Zu diesen Gesellschaften zählen die LSB Thüringen 
        Sportmanagement GmbH (mit ihren Betriebsstätten: Geschäftsbereich Erfurt, Sporthotel Oberhof,
        Sporthotel Mühlhausen, Landessportschule Bad Blankenburg, Waldhof Finsterbergen, Seesport- und
        Erlebnispädagogisches Zentrum Kloster) und die LSB Thüringen Bildungswerk GmbH.
(2)    Sie gilt persönlich für alle Beschäftigten sowie leitenden Angestellten des LSB e.V. und der 
        Gesellschaften nach Absatz 1.
(3)    Die Gebote und Verbote dieser Richtlinie gelten für jeglichen Umgang mit personenbezogenen
        Daten, unabhängig ob dieser elektronisch oder in Papierform vonstattengeht. Ebenso beziehen sie
        alle Arten von Betroffenen (Mitglieder, Kunden, Gäste, Lieferanten, Beschäftigte etc.) in ihren
        Geltungsbereich ein.

 

§ 3     Begriffsbestimmungen

(1)      Personenbezogene Daten sind Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse einer 
          bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person (Betroffener). Personenbezogene Mitglieder- und
          Kundendaten gehören dabei ebenso zu den personenbezogenen Daten wie Personaldaten von
          Beschäftigten. Beispielsweise lässt der Name eines Ansprechpartners ebenso einen Rückschluss auf
          eine natürliche Person zu, wie seine E-Mail-Adresse. Es genügt, wenn die jeweilige Information mit
          dem Namen des Betroffenen verbunden ist oder unabhängig hiervon aus dem Zusammenhang
          hergestellt werden kann. Ebenso kann eine Person bestimmbar sein, wenn die Information mit
          einem Zusatzwissen erst verknüpft werden muss, so z. B. beim Autokennzeichen. Das
          Zustandekommen der Information ist für einen Personenbezug unerheblich. Auch Fotos, Video- oder
          Tonaufnahmen können personenbezogene Daten darstellen.

(2)      Besondere Arten personenbezogener Daten sind Angaben über die rassische und ethnische 
          Herkunft, politische Meinungen, religiöse oder philosophische Überzeugungen, eine eventuelle
          Gewerkschaftszugehörigkeit, die Gesundheit oder das Sexualleben.

(3)      Erheben ist das Beschaffen von Daten über den Betroffenen.

(4)      Verarbeiten ist das Speichern, Verändern, Übermitteln, Sperren und Löschen personenbezogener
           Daten.
           Im Einzelnen ist
           (a) Speichern das Erfassen, Aufnehmen oder Aufbewahren personenbezogener Daten auf einem
                Datenträger zum Zweck ihrer weiteren Verarbeitung oder Nutzung,
           (b) Verändern das inhaltliche Umgestalten gespeicherter personenbezogener Daten,
           (c) Übermitteln das Bekanntgeben gespeicherter oder durch Datenverarbeitung gewonnener
                personenbezogener Daten an einen Dritten in der Weise, dass
                - die Daten an den Dritten weitergegeben werden oder
                - der Dritte zur Einsicht oder zum Abruf bereitgehaltene Daten einsieht oder abruft,
           (d) Sperren das Kennzeichnen gespeicherter personenbezogener Daten, um ihre weitere
                 Verarbeitung oder Nutzung einzuschränken (z. B. durch einen Vermerk oder die Entnahme aus
                 einer Zugriffsberechtigung),
           (e) Löschen das Unkenntlichmachen gespeicherter personenbezogener Daten.

(5)       Nutzen ist jede Verwendung personenbezogener Daten, soweit es sich nicht um Verarbeitung 
           handelt (z. B. die Auswertung bzw. Selektion personenbezogener Daten zur werblichen Ansprache).

(6)       Anonymisieren ist das Verändern personenbezogener Daten derart, dass die Einzelangaben über
           persönliche oder sachliche Verhältnisse nicht mehr oder nur mit einem unverhältnismäßig großen
           Aufwand an Zeit, Kosten und Arbeitskraft einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person
           zugeordnet werden können.

(7)       Pseudonymisieren ist das Ersetzen des Namens und anderer Identifikationsmerkmale durch ein
           Kennzeichen zu dem Zweck, die Bestimmung des Betroffenen auszuschließen oder wesentlich zu
           erschweren.

(8)       Verantwortliche Stelle ist die juristische Person innerhalb des LSB e.V. bzw. innerhalb seiner
           Gesellschaften, einschließlich sämtlicher Untergliederungen und unselbständiger Zweigstellen,
           die personenbezogene Daten für sich selbst erhebt, verarbeitet oder nutzt oder dies durch andere  
           im Auftrag vornehmen lässt. Wer im Einzelfall als verantwortliche Stelle anzusehen ist, richtet sich
           danach, wer über die Zwecke und Mittel der Verarbeitung von personenbezogenen Daten
           entscheidet.

(9)       Dritter ist jede Person oder Stelle außerhalb der verantwortlichen Stelle, so auch andere dem LSB
           e.V. bzw. den Gesellschaften angehörige juristische Personen.

(10)    Auftragsdatenverarbeitung ist die Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung personenbezogener Daten
           durch einen Auftragnehmer für einen Auftraggeber. Der Auftragnehmer darf die personenbezogenen
           Daten nur nach Weisung des Auftraggebers erheben, verarbeiten oder nutzen. Die Verantwortung
           für den Datenumgang verbleibt beim Auftraggeber als verantwortlicher Stelle.


§ 4    Datenschutzorganisation

(1)     Der LSB e.V. hat einen Datenschutzbeauftragten nach Maßgabe des Bundesdatenschutzgesetzes
         (BDSG) bestellt. Diesen erreichen Sie unter folgenden Kontaktdaten:
         Jürgen Warnicke
         Landessportbund Thüringen e.V.
         Werner-Seelenbinder-Str. 1, 99096 Erfurt
         Tel. 0361-3405431
         j.warnicke(at)lsb-thueringen(dot)de

         Die Gesellschaft (LSB Thüringen Sportmanagement GmbH) hat nach Maßgabe des BDSG einen
         Datenschutzbeauftragten bestellt. Diesen erreichen Sie unter folgenden Kontaktdaten:
         Kevin Fischer
         LSB Thüringen Sportmanagement GmbH
         Werner-Seelenbinder-Str. 1, 99096 Erfurt
         Tel. 0361-3405494
         k.fischer@lsb-sportmanagement.de

(2)    Der Datenschutzbeauftragte überwacht und gewährleistet die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben
         sowie die der Richtlinie. Der Datenschutzbeauftragte berät die Geschäftsführung des LSB e.V.
         bzw. der Geschäftsführung der Gesellschaft zu Fragen des Datenschutzes, ist zuständig bei der
         Kommunikation mit Betroffenen und Aufsichtsbehörden und berichtet regelmäßig der jeweiligen
         Geschäftsführung über die Umsetzung des Datenschutzes im LSB e.V. bzw. in der Gesellschaft.
         Ausgewählte Prozesse werden stichprobenartig und in angemessenen Zeitabständen durch ihn auf
         ihre Datenschutzkonformität hin kontrolliert.

(3)     Der Datenschutzbeauftragte nimmt seine Aufgaben weisungsfrei und unter Anwendung seiner
          Fachkunde wahr. Er ist seiner Geschäftsleitung unmittelbar unterstellt.

(4)     Der LSB e.V. bzw. seine Mitarbeiter/die Gesellschaft bzw. ihre Mitarbeiter haben den jeweils
          zuständigen Datenschutzbeauftragten bei der Erfüllung seiner Aufgaben zu unterstützen.


§ 5    Umgang mit personenbezogenen Daten

(1)    Die Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung von personenbezogenen Daten ist grundsätzlich verboten,
         es sei denn eine gesetzliche Norm erlaubt explizit den Datenumgang. Personenbezogene Daten
         dürfen nach dem BDSG grundsätzlich erhoben, verarbeitet oder genutzt werden:

(2)    Personenbezogene Daten sind für einen zuvor festgelegten Zweck zu verarbeiten und
         dementsprechend nur insofern zu verwenden oder weiter zu übermitteln, als dies mit dem 
         ursprünglich festgelegten Zweck vereinbar ist. Eine Datenhaltung ohne Zweck, so beispielsweise die
         Vorratsdatenspeicherung, ist unzulässig.

(3)    Die Änderung einer Ziel- und Zweckbestimmung, die einem Datenumgang ursprünglich zugrunde 
         gelegt wurde, ist ebenfalls nur mit einer gesetzlichen Erlaubnisnorm oder der Einwilligung des
         Betroffenen zulässig.

(4)    Personenbezogene Daten sollen grundsätzlich direkt beim Betroffenen erhoben werden. Eine
         Erhebung aus anderen Quellen (Internet, Warndienste, Auskunfteien) ist ohne ein zwingendes
         gesetzliches Erfordernis unzulässig. Besteht ein gesetzliches Erfordernis, ist der Betroffene
         unverzüglich über die Datenerhebung zu informieren, soweit eine gesetzliche Regelung dem nicht
         entgegensteht.

(5)    Der Betroffene ist bei der Erhebung seiner personenbezogenen Daten über die Zweckbestimmung, die
         Identität der verantwortlichen Stelle sowie die Empfänger seiner personenbezogenen Daten zu 
         informieren.

(6)    Personenbezogene Daten müssen sachlich richtig und, wenn nötig, auf dem neusten Stand sein. Der
         Umfang der Datenverarbeitung sollte hinsichtlich der festgelegten Zweckbestimmung erforderlich und
         relevant sein. Der jeweilige Geschäftsbereich, die jeweilige Abteilung bzw. Betriebstätte hat für die
         Umsetzung durch die Etablierung entsprechender Prozesse Sorge zu tragen. Ebenso sind
         Datenbestände regelmäßig auf ihre Richtigkeit, Erforderlichkeit und Aktualität hin zu überprüfen.

(7)    Falls möglich, sollte auf einen personenbezogenen Datenumgang verzichtet werden. Pseudonyme
         oder anonyme Datenverarbeitungen sind vorzuziehen. Beispielsweise kann es im Rahmen einer 
         statistischen Auswertung von Daten nicht notwendig sein, den Vollnamen eines Betroffenen zu
         kennen und zu verwenden. Vielmehr kann diese Information durch einen Zufallswert ersetzt werden,
         der eine Unterscheidbarkeit der zugrunde liegenden Information ebenfalls gewährleisten kann.

 

§ 6   Besondere personenbezogene Daten

        Besondere personenbezogene Daten dürfen grundsätzlich nur mit Einwilligung des Betroffenen oder    
        ausnahmsweise aufgrund einer expliziten gesetzlichen Erlaubnis erhoben, verarbeitet oder genutzt
        werden. Ferner sind zusätzliche technische und organisatorische Maßnahmen (z. B. Verschlüsselung
        beim Transport, minimale Rechtevergabe) zum Schutz besonderer personenbezogener Daten zu
        ergreifen.

 

§ 7   Datenübermittlung/Datenweitergabe

(1)    Die Übermittlung von personenbezogenen Daten an Dritte ist nur aufgrund gesetzlicher Erlaubnis
         oder der Einwilligung des Betroffenen zulässig.

(2)    Befindet sich der Empfänger personenbezogener Daten außerhalb der Europäischen Union oder des
         Europäischen Wirtschaftsraums bedarf es besonderer Maßnahmen zur Wahrung von Rechten und
         Interessen Betroffener. Eine Datenübermittlung ist zu unterlassen, wenn bei der empfangenden  
         Stelle kein angemessenes Datenschutzniveau vorhanden ist oder beispielsweise über besondere
         Vertragsklauseln nicht hergestellt werden kann.

 

§ 8    Externe Dienstleister

(1)    Sofern externe Dienstleister Zugriff auf personenbezogene Daten erhalten sollen, ist der
         Datenschutzbeauftragte vorab zu informieren.

(2)     Dienstleister mit einem möglichen Zugriff auf personenbezogene Daten sind vor der
         Auftragserteilung sorgfältig auszuwählen. Die Auswahl ist zu dokumentieren und sollte insbesondere
         die folgenden Aspekte berücksichtigen:

(3)    Soll ein Dienstleister personenbezogene Daten im Auftrag erheben, verarbeiten oder nutzen, bedarf
         es des Abschlusses eines Vertrags zur Auftragsdatenverarbeitung. Hierin sind Datenschutz- und
         IT-Sicherheitsaspekte zu regeln.

(4)     Der Dienstleister ist im Hinblick auf die mit ihm vertraglich vereinbarten technisch-organisatorischen
         Maßnahmen regelmäßig zu überprüfen. Das Ergebnis ist zu dokumentieren.

 

§ 9   Datenvermeidung, Datensparsamkeit, Privacy by default

(1)    Der Umgang mit personenbezogenen Daten ist an dem Ziel auszurichten, so wenige Daten wie  
         möglich von einem Betroffenen zu erheben, zu verarbeiten oder zu nutzen. Insbesondere sind
         personenbezogene Daten zu anonymisieren oder zu pseudonymisieren, soweit dies nach dem
         Verwendungszweck möglich ist.

(2)     Entsprechendes gilt für die Auswahl und Gestaltung von Datenverarbeitungssystemen. Der
         Datenschutz ist von Anfang an in die Spezifikationen und die Architektur von
         Datenverarbeitungssystemen zu integrieren, um die Einhaltung der Grundsätze des Schutzes der
         Privatsphäre und des Datenschutzes zu erleichtern („Privacy by design“).

 

§ 10  Rechte von Betroffenen

(1)     Betroffene haben das Recht auf Auskunft über die im Unternehmen über ihre Person gespeicherten
         personenbezogenen Daten.

(2)     Bei der Bearbeitung von Anträgen ist die Identität des Betroffenen zweifelsfrei festzustellen. Hierzu
         ist eine Kopie des Personalausweises des Antragstellers anzufordern, aus der sich Name, Anschrift     
         und Geburtsdatum entnehmen lässt. Es werden ausschließlich Ausweiskopien in Papierform
         akzeptiert, ein Einscannen ist nicht gestattet. Die Ausweiskopie ist nach der Beauskunftung
         unverzüglich datenschutzkonform zu vernichten.

(3)    Die Auskunftserteilung erfolgt auf schriftlichem Weg und beinhaltet, neben den zur Person
         vorhandenen Daten, auch die Empfänger von Daten sowie den Zweck der Speicherung.

(4)    Der Datenschutzbeauftragte steht bei der Bearbeitung von Auskunftsbegehren beratend zur
        Verfügung.

(5)    Betroffene haben einen Anspruch auf Berichtigung ihrer personenbezogenen Daten, wenn sich diese
         als unrichtig erweisen.

(6)     Personenbezogene Daten sind unter den folgenden Voraussetzungen zu löschen:

(7)     An die Stelle einer Löschung kann eine Sperrung von Daten treten, wenn

(8)     Widerspricht der Betroffene der Verarbeitung oder Nutzung seiner Daten für Zwecke der Werbung    
          (vgl. § 13), ist eine weitere Verarbeitung oder Nutzung für diese Zwecke unzulässig.

 

§ 11  Auskunftsersuchen Dritter über Betroffene

         Sollte eine Stelle Informationen über Betroffene fordern, so beispielsweise Mitglieder oder
         Beschäftigte des LSB e.V. ist eine Weitergabe von Informationen nur zulässig, wenn

 

§ 12  Verfahrensmeldung, Verfahrensverzeichnis

(1)     Dem Datenschutzbeauftragten sind vor Einführung eines Verfahrens, das den Umgang mit
          personenbezogenen Daten zum Inhalt hat, durch die jeweils fachlich verantwortliche Person alle
          notwendigen Informationen zur Ausgestaltung dieses Verfahrens zur Verfügung zu stellen.

(2)     Der Datenschutzbeauftragte führt eine Übersicht über gemeldete Verfahren zur Erhebung,
          Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten (Verfahrensverzeichnis). Auf Antrag stellt der
          Datenschutzbeauftragte den öffentlichen Teil des Verfahrensverzeichnisses Betroffenen zur Einsicht
          zur Verfügung.

 

§ 13  Werbung

(1)     Die werbliche Ansprache von Betroffenen per Brief, Telefon, Fax, oder E-Mail ist grundsätzlich nur
          zulässig, wenn der Betroffene zuvor in die Verwendung seiner Daten zu Werbezwecken eingewilligt
          hat.
(2)     Ausnahmen sind nur beim Vorliegen einer Erlaubnisnorm zulässig. Bitte konsultieren Sie
         diesbezüglich den Datenschutzbeauftragten.

 

§ 14  Schulung

         Beschäftigte, die ständig oder regelmäßig Zugang zu personenbezogenen Daten haben, solche Daten
         erheben oder Systeme zur Verarbeitung solcher Daten entwickeln, sind in geeigneter Weise über die
         datenschutzrechtlichen Vorgaben zu schulen. Der Datenschutzbeauftragte entscheidet über Form und
         Turnus der entsprechenden Schulungen.

 

§ 15  Datengeheimnis

(1)    Beschäftigten ist es untersagt, personenbezogene Daten unbefugt zu erheben, zu verarbeiten oder zu
         nutzen. Sie sind vor Aufnahme ihrer Tätigkeit auf das Datengeheimnis nach § 5 BDSG zu
         verpflichten. Die Verpflichtung erfolgt durch die Geschäftsleitung unter Verwendung des hierzu
         vorgesehenen Formulars.

(2)    Mitarbeiter mit besonderen Geheimhaltungsverpflichtungen (z. B. Fernmeldegeheimnis nach § 88
         TKG) werden von der Geschäftsleitung ergänzend darauf schriftlich verpflichtet.

 

§ 16  Beschwerden

(1)    Jeder Betroffene hat das Recht, sich über eine Verarbeitung seiner Daten zu beschweren, sollte er
         sich hierdurch in seinen Rechten verletzt fühlen. Ebenso können Beschäftigte Verstöße gegen diese
         Unternehmensrichtlinie jederzeit anzeigen.

(2)     Die zuständige Stelle für die oben genannten Beschwerden ist der Datenschutzbeauftragte als 
          interne unabhängige und weisungsfreie Instanz.

 

§ 17  Interne Ermittlungen

(1)     Maßnahmen zur Sachverhaltsaufklärung und zur Vermeidung oder Aufdeckung von Straftaten oder
          schwerwiegenden Pflichtverletzungen im Arbeitsverhältnis sind unter genauer Beachtung der
          einschlägigen gesetzlichen Datenschutzvorschriften durchzuführen. Insbesondere müssen die dabei
          erhobenen und verwendeten Daten zum Erreichen des Ermittlungszwecks erforderlich, angemessen
          und mit Blick auf die schutzwürdigen Interessen der Betroffenen verhältnismäßig sein.

(2)     Der Betroffene ist so bald wie möglich über die zu seiner Person durchgeführten Maßnahmen zu
          informieren.

(3)     Bei allen Formen der internen Ermittlungen ist der Datenschutzbeauftragte hinsichtlich der Auswahl
          und Ausgestaltung der Maßnahmen vorab einzubeziehen.

 

§ 18  Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität von Daten

(1)     In Abhängigkeit der Art der Daten und deren Schutzbedürftigkeit hat für jedes Verfahren eine
         dokumentierte Schutzbedarfsfeststellung und Risikoanalyse zu erfolgen. Dies gilt insbesondere für
         besondere personenbezogene Daten gem. § 3 Abs. 2 dieser Richtlinie.

(2)     Zur Wahrung der Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität von Daten wird ein allgemeines
         Sicherheitskonzept erstellt, das für alle Verfahren verbindlich ist. Hierin sind insbesondere Mittel und
         Maßnahmen zur Verschlüsselung und Datensicherung vorzusehen.

(3)     Es ist zu verhindern, dass Datenverarbeitungssysteme von Unbefugten genutzt werden können.
         Türen unbesetzter Räume sind zu verschließen. Wirksame Maßnahmen zur Zugangskontrolle an
         Geräten müssen vorhanden und aktiviert sein. Systemzugänge sind in Abwesenheit stets zu sperren.

(4)    Passwörter ermöglichen einen Zugang zu Systemen und den darin gespeicherten personenbezogenen
         Daten. Sie stellen eine persönliche Kennung des Nutzers dar und sind nicht übertragbar. Es ist
         sicherzustellen, dass Passwörter stets unter Verschluss gehalten werden. Passwörter müssen eine
         minimale Länge von zehn Zeichen aufweisen und aus einem Zeichenmix bestehen. Passwörter dürfen
         nicht in einem Wörterbuch vorkommen oder aus leicht zu erratenden Begriffen gebildet werden,
         insbesondere nicht Begriffe, die im Zusammenhang mit dem Unternehmen stehen.

(5)     Zugriffe auf personenbezogene Daten sollen nur diejenigen Personen erhalten, die im Zuge ihrer
         Aufgabenwahrnehmung Kenntnis von den jeweiligen Daten erhalten müssen („Need-to-know-
         Prinzip“). Zugriffsberechtigungen müssen genau und vollständig festgelegt und dokumentiert sein.

(6)     Datenübertragungen durch öffentliche Netze sind nach Möglichkeit zu verschlüsseln. Eine
         Verschlüsselung hat zwingend zu erfolgen, falls der Schutzbedarf der personenbezogenen Daten dies
         erfordert.

(7)     Zu unterschiedlichen Zwecken erhobene personenbezogene Daten sind getrennt voneinander zu
         verarbeiten. Die Trennung von Daten ist durch geeignete technische und organisatorische 
         Maßnahmen sicherzustellen.

(8)     Wartungsarbeiten an Systemen oder Telekommunikationseinrichtungen durch externe Dienstleister
          sind zu beaufsichtigen. Ferner ist zu gewährleisten, dass Dienstleister nicht unbefugt auf
          personenbezogene Daten zugreifen können. Fernwartungszugänge sind nur im Einzelfall zu
          gewähren und müssen dem Prinzip der minimalen Rechtevergabe folgen. Fernwartungsaktivitäten 
          sind nach Möglichkeit aufzuzeichnen oder zu protokollieren.

 

§ 19  Unrechtmäßige Kenntniserlangung von Daten („Datenpanne“)

(1)     Sollten Unternehmensdaten unrechtmäßig Dritten offenbart worden sein, ist darüber unverzüglich   
         der Datenschutzbeauftragte zu informieren.

(2)     Die Meldung hat alle relevanten Informationen zur Aufklärung des Sachverhalts zu umfassen,
         insbesondere die empfangende Stelle, die betroffenen Personen sowie Art und Umfang der
         übermittelten Daten.

(3)     Die Erfüllung einer etwaigen Informationspflicht gegenüber Betroffenen oder Aufsichtsbehörden 
         erfolgt ausschließlich durch den Datenschutzbeauftragten.

 

§ 20  Folgen von Verstößen

         Ein fahrlässiger oder gar mutwilliger Verstoß gegen diese Richtlinie kann arbeitsrechtliche
         Maßnahmen nach sich ziehen, einschließlich einer fristlosen oder fristgerechten Kündigung. Ebenso 
         kommen strafrechtliche Sanktionen und zivilrechtliche Folgen wie Schadenersatz in Betracht.

 

§ 21  Aktualisierung der Richtlinie

(1)    Im Rahmen der Fortentwicklung des Datenschutzrechts sowie technologischer oder organisatorischer
         Veränderungen wird diese Richtlinie regelmäßig auf einen Anpassungs- oder Ergänzungsbedarf hin
         überprüft.

(2)    Änderungen an dieser Richtlinie sind formlos wirksam. Die Beschäftigten und leitenden Angestellten
         sind umgehend und in geeigneter Art und Weise über die geänderten Vorgaben in Kenntnis zu
         setzen.

beschlossen am 01.09.2016

Sporthotel Oberhof

Am Harzwald 1
98559 Oberhof
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Telefax: +49 36842 22595
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